"Nuclear football" - Das ist der gefährlichste Aktenkoffer der Welt

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Der Atomkoffer, in den USA auch als „nuclear football“ genannt, kann im Ernstfall vom Präsidenten benutzt werden, um den Einsatz von Atomwaffen zu autorisieren. Dabei handelt es sich um einen schwarzen Aktenkoffer, der sich stets in der Nähe des amtierenden US-Präsidenten befindet. Der Koffer, begleitet das amerikanische Staatsoberhaupt also auf allen Reisen und ist selten weiter als mehrere Meter von ihm getrennt.
Die Idee zum Atomkoffer ist im Kalten Krieg, genauer gesagt nach der Kubakrise, entstanden. Präsident Kennedy wollte damit verhindern, dass ein Atomschlag ohne das Wissen des amtierenden Präsidenten, von einem Mitglied des „Joint Chiefs of Staff“ (zu deutsch: Vereinigte Stabschefs), ausgeführt werden kann.
Da der "football" rund um die Uhr bewacht wird, ist ein Diebstahl eher unwahrscheinlich. Viel eher kann es passieren, dass die nötige ID-Karte vergessen wird. Glauben Sie nicht? Die Geschichte zeigt etwas anderes. So soll Bill Clinton während seiner Amtszeit seine Identifikationsberechtigung verlegt haben. Im Notfall hätte sein Stellvertreter, Vize-Präsident Al Gore sich um die Angelegenheiten kümmern müssen.